WebQuests (v. engl.: quest = Suche) sind didaktische aufbereitete Suchspiele im Internet (World Wide Web).
WebQuests ermöglichen eine problemorientierte Herangehensweise an Themen für arbeitsunterrichtliche Situationen. Sie basieren auf den Prinzipien der Problem- und Handlungsorientierung. Indem sie den Schülerinnen und Schülern entweder einzelne Rollen zur Verfügung stellen, über die sich diese unterschiedliche Interessen erarbeiten können, oder gleich mit mehreren unterschiedlichen Positionen vertraut machen, sind sie ein Modell für einen Unterricht, in dem gesellschaftliche Kontroversen behandelt werden. Dabei sind Webquests nicht auf die Vorbereitung von Rollenspielen (Betonung von Empathie) und Planspielen (Betonung von Prozessen und Strukturen in und zwischen Institutionen) beschränkt. Sie sind durch Methodenoffenheit in der Auswertungsphase gekennzeichnet, da sie lediglich einen methodischen Rahmen für die Erarbeitungsphase zur Verfügung stellen, der einer bestimmten - variierenden und variierbaren - inhaltlichen Struktur folgt.
Die thematische Vernetzung wird mit Hilfe von normalen Weblinks besorgt. Im Unterschied zu konventionellen Internetrecherchen im Unterricht werden aber einige bis alle Links vorgegeben. Dahinter steckt die Einsicht, dass die Rechercheergebnisse von Kindern und Jugendlichen bei unbekannter Thematik oft noch nicht richtig eingeordnet und bewertet werden können. Durch die Vorauswahl und Vorstrukturierung der Links ist zwar die Informationswahl etwas eingeschränkt bzw. gelenkt, es bleibt aber immer noch der Effekt des Auffindens und Verarbeitens fremder Informationen
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